Die Harier waren eine ostgermanische Gruppe des ersten nachchristlichen Jahrhunderts,
die sich aus Kriegern des vandilischen Kultverbandes zusammensetzte, der zwischen Oder und Weichsel im heutigen Polen
lokalisiert wird. Schwarze Körper in schwarzer Kleidung mit schwarzen Schilden, verbündet und verschmolzen mit der Dunkelheit
der Nacht. Das war ihre Erscheinung und das waren die Stunden des Kampfes. Sie glichen einem Heer aus Toten, um die Lebenden
ebenfalls auf die Seite des Todes zu ziehen und somit Wotans Heer neue Streiter zuzuführen.
Womöglich hat man es bei dem Treiben der Harier mit einem frühen Glauben an die Einherier zu
tun, die als gefallene Krieger an der Seite Wotans in die Ragnarök
ziehen werden. Die Harier handelten also in Wotans Interesse und in seinem Namen, was sie zu einem
ihm geweihten Kriegerbund macht. Bruderschaften dieser Art sind bis in die Wikingerzeit belegt
und unter den Namen Berserker und Ulfhednar bekannt.