Hel ist die Personifizierung der Unterwelt. Es wird davon ausgegangen, dass ursprünglich in der
Vorstellung der
Menschen nur Helheim, also die
Unterwelt selbst existierte und sie später als literarische
Personifizierung in christlicher Zeit entstand und eigentlich als wirkliche Göttin nie
wahrgenommen wurde. Trotzdem sei gesagt, dass sie in den Quellen als Lokis Tochter gilt
und somit als Schwester des Wolfes Fenrir und der Midgardschlange.
Alle drei wuchsen In Jötunheim
auf, haben die Riesin
Angrboda als Mutter und wurden aber auf Befehl der Asen nach Asgard
gebracht, weil negative Weissagungen sie betreffend verlautbart wurden. So wurde Hel in die Nähe von
Niflheim verbannt und ist fortan die
Herrscherin über die Toten, die an Altersschwäche
oder Krankheit sterben. Man erkennt sie an der Zweiteilung ihres Gesichtes, die den Tod symbolisiert.
Sie ist
unnachgiebig und lässt sich von den Asen
nicht diktieren, wen sie aus ihrem Reich zu entlassen
hat und wen nicht, denn der Tod ist erbarmungslos und die Toten sind alle gleich. Andere und besonders
negative Schilderungen
haben nicht ihren Ursprung in heidnischer Zeit, sondern wurden durch christlich geprägte Vorstellungen
auf sie übertragen.